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Göllersdorf

Gottesdienste

Sonntagsmesse
Pfarrkirche Göllersdorf
SO: 9.45 Uhr
Sonntag-Vorabendmesse SA: 18.00 Uhr
**) 18.30 Uhr
Wochentagsmesse
Pfarrkirche Göllersdorf
    DO: 8.00 Uhr
Monatliche Abendmesse
Kapelle Untergrub
normalerweise  1. DI:  18.30 Uhr
**) 19.30 Uhr
Monatliche Abendmesse
Viendorf
normalerweise  3. MI:  18.30 Uhr
**) 19.30 Uhr

 Gottesdienstzeiten bitte zur Sicherheit am Wochenplan überprüfen

**) während der Sommerzeit: letzter SO März bis letzter SO Sept.

Geschichte:

Der Name kommt entweder vom ahd. „galan“
= singen oder vom slawischen „jelenb“ = Hirsch.

Aus der prähistorischen Besiedlungszeit gibt es zahlreiche Funde. Das Gebiet um Göllersdorf war schon sehr früh besiedelt. Nach den Illyrern und Kelten waren Markomannen, Langobarden, Slowenen und Bayern Bewohner dieses Gebietes.

Anfang des 12. Jh. bezeugt Chadolt de Gelanestorf (ein Angehöriger einer weitverzweigten Sippe mit Bezug nach Klosterneuburg, Mailberg, Pulkau, Harras, Stronsdorf, Seefeld und Heiligenkreuz, sowie zu den Babenbergern, Kuenringern und letztlich zu den Puchheimern) eine Schenkung an das Passauer Kloster St. Nicola. Der letzte Puchheimer verkauft die Herrschaft 1710 um 225.000 fl. an Friedrich Carl Graf Schönborn, den Reichsvizekanzler und Fürsterzbischof von Bamberg und Würzburg. Zu diesem Besitz gehörten Göllersdorf, Viendorf, Ober- und Untermallebarn, Furth, Großstelzendorf, Niederfellabrunn, Stetteldorf, Oberrohrbach, Neuaigen, Möllersdorf, Bierbaum, Starnwörth, Niederleis, Au, Rohrabrunn, Ladendorf, Nodendorf, Kleedorf, Winkel, Grub, Porrau, Pammerstal, Herzogbierbaum, Eitzersthal, Eggendorf und Dietersdorf. Weitere Beziehungen gab es zu Nürnberg, Brandenburg, Klosterneuburg, Pernegg, dem Schottenstift, Zwettl, Reichersberg und Hausleiten.

1544 fand man in Göllersdorf noch geordnete katholische Verhältnisse vor. Ab der Mitte dieses Jahrhunderts schritt der Protestantismus unter dem Druck der protestantischen  Patronatsherren der Puchheimer schnell voran. 1580 galt Göllersdorf als geschlossen protestantisch. Mit der Rückkehr der Puchheimer zum Katholizismus kehrte auch die Gemeinde wieder zum katholischen Glauben zurück.

Die ursprünglich gotische Pfarrkirche aus dem 15. Jh. wurde 1740/41 im Auftrag des Fürsterzbischofs Friedrich Carl Graf Schönborn durch Lukas von Hildebrandt umgestaltet.
1618 stiftete Hans Christoph II von Puchheim ein Armenspital, in dem 1694 eine Lorettokapelle durch Maria Judith von Puchheim errichtet wurde, die durch Friedrich Carl Graft Schönborn um eine Familiengruft erweitert wurde.

Eine Schule wird bereits im Visitationsprotokoll 1544 erwähnt. 1967 wird das alte Schulgebäude abgerissen.

Schloss Göllersdorf – ein Wasserschloss – wird 1463 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 1874 eine Strafanstalt. Im 1. Weltkrieg war es ein Militärlager und danach ein Gefangenenhaus. Das Schloss diente im Kriegsfall als Zufluchtsstätte für die Orte Göllersdorf, Großstelzendorf, Eitzersthal, Ober- und Untergrub, Viendorf, Untermallebarn, Bergau, Porrau und Großweikersdorf.
In kriegerischen Auseinandersetzungen wurde Göllersdorf 1458 größtenteils zerstört. Öfters trafen sich in Göllersdorf kriegsführende Obere und der Landtag, wie z.B. 1460, 1468, 1472, 1484 und 1486, wenn es z.B. um Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich III und dem Ungarnkönig Mattias ging.

Im Lauf des 30jährigen Krieges trat Göllersdorf wieder in den Blickpunkt der Geschichte -
1632 Verhandlungen mit dem Feldherrn Wallenstein, 1645 Schwedenkrieg, 1683 Durchzug des polnischen Entsatzheeres bei der Türkenbelagerung von Wien, 1742 preußische Invasion, 1805 und 1809 Franzosenkriege, 1866 preußisch – österreichisch Auseinadersetzung. In dieser Zeit wütete auch die Cholera. Ende des 2. Weltkrieges litt die Bevölkerung von Göllersdorf unter der Einquartierung von 1.000 russischen Soldaten.

1815 lebten in Göllersdorf 13 Bauern, 26 Hauer, 20 Häusler, 97 Zuleute, 77 Handwerker. Es waren sämtliche wichtige Gewerbe im Ort vertreten. Die Preisregelung lag in den Händen der Puchheimer. Es gab auch eine Mühle, ein Brauhaus und einen Ziegelofen, aus dem die heutige „Wienerberger Baustoffindustrie AG“ entstand.

Bereits 1463 wird eine gemeindeeigene Badstube bezeugt. Göllersdorfer Wein wurde bis Wien gebracht und war dort sehr beliebt. Neben Feld- und Gartenfrüchten baute man zeitweise Hanf und Flachs an, auch der Anbau der Farbstoff liefernden Pflanze „Krapp“ ist überliefert.

Göllersdorf lag an der alten Poststraße, Karl VI errichtete die Reichsstraße. 1871 wurde die Eisenbahn gebaut, 1971 begann der Bau der Umfahrungsstraße.

 

Zur heutigen Situation:

Der Ort ist – von kleineren Rückschlägen abgesehen – kontinuierlich gewachsen, besonders seit den sechziger Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

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