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Porrau

Gottesdienste

Normalerweise monatliche Abendmesse Kapelle Porrau: 3. DO:  18.30 Uhr Winterzeit/19.30 Uhr Sommerzeit (letzter SO März bis letzter SO Okt.)

Gottesdienstzeit bitte zur Sicherheit auf dem Wochenplan überprüfen

 

Geschichte:

Ursprünglich existierten die beiden Ortschaften Ober- und Unterporrau. Während ersteres verödete, wurde Unterporrau zum heutigen Porrau.
Erstmals erwähnt wird “Parowi” um 1156, als das baierische Kloster Reichenbach die Herrschaft Porrau im Tauschweg an das Stift Göttweig abtrat. Nach Porrau nannte sich auch ein Geschlecht, dessen erster faßbarer Vertreter ein “Hugo de Parawe” ist, der 1187 erstmals genannt wird. Der bedeutendste Vertreter dieses Geschlechtes war zweifellos Wolfker von Porrau (ca. 1200-1252), der es am Hof von Herzog Friedrich II. zu hohen Ämtern brachte. Unter Wolfker stiegen die Porrauer sogar zu Landesherren (ministerialis austriae) auf, eine Ehre, die wohl nur von kurzer Dauer war.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts starben die Porrauer aus, inzwischen auf den Stand von besseren Bauern abgesunken. Porrau gelangte immer mehr unter den Einfluß der Grafen Puchheim und Schönborn und für Jahrhunderte gehörte es zur Herrschaft Göllersdorf. Um 1720 erbauten die Grafen Schönborn in Porrau ein Jagdschloß mit Fasanerie.

1784 wurde Porrau, das bis dahin auch pfarrlich zu Göllersdorf gehörte, in die neu errichtete Pfarre Bergau eingegliedert. Großen Anteil an der Errichtung der Pfarre hatte die gebürtige Porrauerin Anna Maria Bachinger, die in Wien als Gattin eines Ledermeisters lebte. Nach dessen Ableben stiftete die Witwe 1755 ein großzügiges Benefiziat für einen Messeleser in Bergau. So war bereits ab diesem Jahr ein Priester in Bergau wohnhaft, nämlich Josef Fritz aus Staatz, der 1784 auch erster Pfarrer wurde.

Bergau war auch der eigentliche Schulsprengel, obwohl Mitte des 18. Jahrhunderts ein eigenes Schulhaus in Porrau erwähnt wird. Porrau gehörte dann zur politischen Gemeinde Bergau, 1919 wurde es gemeindemäßig selbständig.

 

Zur heutigen Situation:

1972 wurde Porrau in die Großgemeinde Göllersdorf eingegliedert. Im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl stetig ab und hat sich nun etwa bei 100 Einwohnern eingependelt. Die örtliche Feuerwehr, seit Frühjahr 2000 auch mit der ersten Feuerwehrfrau, der Sparverein und die Jagdgesellschaft prägen das Dorfleben. Dazu kommt derzeit eine sehr aktive Gruppe von Jugendlichen, die immer wieder Akzente für das Gemeinschaftsleben setzt, sowie der Dorferneuerungsverein Porrau.

 

Besonderheiten

 

Ortskapelle:

Ende des 19. Jahrhunderts war die alte Porrauer “Betkapelle”, die dem heiligen Donatus geweiht war, völlig heruntergekommen. So entschloss man sich zum Neubau einer Kapelle, die im Oktober 1896 der Unbefleckten Empfängnis geweiht wurde. Es ist ein schlichter späthistoristischer Saalbau mit einer schönen neobarocken Fassade, die aufgrund der erhöhten Lage besonders gut zur Geltung kommt. Im Inneren erinnert ein neugotischer Altar an das Patronat der Immaculata. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde die Kapelle renoviert.

 

Schloß Porrau:

Um 1720 errichteten die Grafen Schönborn dieses Jagdschloß als eingeschossige Anlage mit einem zentralen Ehrenhof. Vermutlich war auch Johann Lucas von Hildebrandt, damals in Schönbornschen Diensten, an der Planung beteiligt.
Bis heute ist das renovierungsbedürftige Anwesen im Besitz der Schönborn und dient derzeit als Forsthaus.

zweifacher Kreisgraben Porrau

Der Kreisgrabenwanderweg lässt – passendes Wetter vorausgesetzt  – die Fundstellen recht gut erkennen.
Zweifacher Kreisgraben Porrau (rechts)  – Gesamtfläche: 6.500 m2
Zugänge:   3 Erdbrücken (keine Palisaden erkennbar)
Befestigtes Siedlungsoval Porrau/Bergau (links)  – Gesamtfläche: 33.000 m2

 

 

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